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Aktuell – 01.03.2017, 11:04

"Lügenpresse": Wir stellen die Vertrauensfrage

Was können Medienschaffende tun, um das Vertrauen des Publikums in ihre Arbeit hochzuhalten? Im Fokus-Thema von EDITO 1/17 geben 10 Journalistinnen und Journalisten eine Antwort.

«Lügenpresse», «Medien als Teil der Machtelite»: Die Glaubwürdigkeit der Medien und das Vertrauen in den Journalismus werden in Frage gestellt. Wie stark? Darüber liegen unterschiedliche Studien vor. Zu Recht? Darüber lässt sich streiten.

Dass auch die Medien in ihrer Kontrollfunktion vom Publikum kritisch beurteilt werden – das ist richtig und wichtig. Und sollte für die Medienschaffenden eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber: Gefährlich wird es, wenn die Skepsis zur hetzerischen Kampagne umschlägt. Und wenn politische Akteure die Medien gezielt desavouieren, um sie in ihrer Rolle zu schwächen. Gefährlich wird es, wenn die Bevölkerung die Medien als Teil jener politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen «Elite» versteht, die sie eigentlich kritisch zu beobachten hätten. Ist der Journalismus einmal diskreditiert, ist auch seine Kontrollfunktion geschwächt.

Wir fragen deshalb in der neuen Ausgabe von EDITO: Was können Medienschaffende tun, um das Vertrauen des Publikums in ihre Arbeit hochzuhalten?

10 Journalistinnen und Journalisten geben in ihren Beiträgen eine Antwort:

Catherine Boss
Recherchedesk der «Sonntagszeitung»
«Nicht einfach nur schneller sein!»

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Sandro Brotz
Moderator Rundschau SRF
«Keine Schwarz-Weiss-Muster verwenden, wenn es Grautöne gibt»

Matthias Strasser
Redaktor Bundeshaus-Radio, Co-Präsident Junge Journalisten Schweiz
«Nicht jeden Chihuahua als Wolf verkaufen»

Seraina Kobler
Inlandredaktorin NZZ
«Nicht im Agenda-Journalismus verheddern»

Sina Bühler
Freie Journalistin und Geschäftsführerin von investigativ.ch
«Weniger belehren, mehr einordnen»

Fabio Pontiggia
Chefredaktor «Corriere del Ticino»
«Vorurteil und Ideologie sind inakzeptabel»

Thierry Fischer
Redaktor «Médialogues» (RTS)
«Geistige Werkzeuge für die Jungen»

Jean-Marie Etter
Journalist, ehem. Direktor der Stiftung Hirondelle
«Wir tendieren dazu, zu verurteilen»

Serge Gumy
Chefredaktor von «La Liberté»
«Ein Konformismus bei der Wahl der Themen ist gefährlich»

Elisabeth Pestalozzi
stellvertretende Chefredaktorin bei Radio SRF
«Das scheinbare anything goes im Informationsgeschäft zwingt, zu hinterfragen»

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