11. Juli 2007 von Klartext

„Die Weltwoche“, beharrlich

bbü./ Dass die „Weltwoche“ darauf beharrt, politische Themen grad äxtra anders zu sehen als der „Mainstream“ der Presse, wissen wir. Dass sie aber auch sonst sehr beharrlich ist, erfahren wir in ihrem Web-Forum. Denn da vermeldet ein Eintrag Erstaunliches: „… Anfangs haben mich die Beiträge zum Thema Frauen noch geärgert, mittlerweile finde ich die Thesen der ‚Weltwoche‘-Journalisten zum Gähnen! So was von überholt und pseudo-reaktionär; da ist nichts mehr zu retten“, schreibt „Weber“ – und fährt fort: „Aus diesem Grund habe ich vor 7 Monaten mein Abo gekündet, nicht mehr eingezahlt und schriftlich darum gebeten, mich nicht mehr zu beliefern. Noch immer liegt die ‚Weltwoche‘ seither pünktlich in meinem Briefkasten (…) Wie werde ich die ‚Weltwoche‘ los? – ich bekomme sie und habe sie weder bezahlt, noch will ich sie.“ Sieben Monate lang gegen seinen Willen mit der „Weltwoche“ weiterbeliefert, das ist schon hart. Noch härter ist, dass wir „Weber“ keine Hoffnung auf ein Ende machen können, denn: Die nächste Auflageerhebung kommt bestimmt, und da zählt jedes „Abonnement“.

11. Juli 2007 von Klartext

Rüge für Edipresse

hb./ Die paritätische Genfer Schlichtungsstelle (Chambre cantonale des relations collectives de travail) verlangt die Aufhebung einer Sanktion, die die Edipresse-Direktion gegen einen ihrer Angestellten verhängt hatte. Es geht um einen Konflikt zwischen dem Direktor der Edipresse-Regionalzeitungen, Eric Hoesli, und dem Präsidenten der Personalkommission der „Tribune de Genève“, Alain Dupraz. Dupraz hatte sich im Verlauf der Umstrukturierungen in der Genfer Tageszeitung mehrfach für die Forderungen des Personals nach mehr Transparenz und Mitsprache eingesetzt. Statt auf die Forderungen einzugehen, lud Hoesli Dupraz vor und verpasste ihm eine Verwarnung. Achtzig Angestellte der „Tribune“ solidarisierten sich mit Dupraz; nun kommt die Schlichtungsstelle zum Schluss, dass Hoeslis Vorgehen das eidgenössische Mitwirkungsgesetz verletzt habe. Dem Betroffenen nützt es wenig. Er hat unterdessen eine andere Stelle angenommen.

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