9. Oktober 2010 von Ursin Tomaschett

Dranbleiben! Dranbleiben?

…will der Tages-Anzeiger. Dazu lädt er die Leserschaft ein, der Redaktion mitzuteilen, wo die Zeitung auch künftig die Finger draufhalten soll. Mit Kartonpfeilen können Leserinnen und Leser auf den Gegenstand der Berichterstattung hinweisen und Bilder davon auf ein eigens dafür eingerichtetes Blog vom Tagi hochladen.

Wenig amused war man an der Werdstrasse als eine Leserin auf diese Weise wünschte, der Tagi solle an den Entlassungen von Journalisten dranbleiben und ihren Wunsch wiefolgt begründete: “Lesen wir im Tagi bald nur noch Leserbriefe und Pressemitteilungen, weil es in den Redaktionen keine Journalisten mehr gibt, die Geschichten schreiben? Bleibt bitte, bitte dran – und uns erhalten.“ Tamedia reagierte umgehend und löschte den Wunsch kurzerhand.

Einigermassen subtile Kritik an der Personalpolitik des Zürcher Medienkonzerns – jüngstes Beispiel von Mitte September – ist bei Tamedia offenbar unerwünscht. Dranbleiben?

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Edi, KLARTEXT. KLARTEXT said: Tagi will nicht dranbleiben http://fb.me/FoCpNEKn […]

  2. Imelda sagt:

    Sehr gelungener Beitrag, Kompliment – und echt peinlich für den Tagi. Es gibt zum Glück Personen, die der Zeitung auf die Finger schauen, wo sie künftig ihre Finger draufhalten – oder eben auch nicht.

  3. […] Tagen gebookmarked habe und der sich auf diese Kampagne bezog, auf einmal weg. Vielleicht die neue Dranbleiben-Policy im Hause Tamedia? Andere plausible […]

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