30. November 2010 von Ursin Tomaschett

Bei Glogger nichts Neues

Dass Helmut-Maria Glogger in seiner Funktion als “Blick am Abend”-Kolumnist keine Möglichkeit auslässt, um anzuecken und damit des öfteren über das Ziel hinausschiesst, ist gemeinhin bekannt. Ebenso, dass Glogger als Vollblut-Boulevardjournalist auch die Kollegenschelte nicht scheut, was in der Vergangenheit beispielsweise Daniel Binswanger vom TA-Magazin zu spüren bekam. Worauf sich dieser erfolgreich beim Presserat beschwerte und “Blick am Abend” einen Rüffel kassierte.

Trotzdem scheint Glogger unbeirrt und mit aller Vehemenz weiter daran zu arbeiten, in Branchenkreisen zur persona non grata zu werden. Unlängst (11.11.2010) bezeichnete er die Tagesschau-Moderatoren des Schweizer Fernsehens, Urs Gredig und Franz Fischlin als „Nullen“ und deren Pendants von 10vor10, Stefan Klapproth und Daniela Lager als „Verplapper-Verstolper-Gruftis“.

Am vergangenen Donnerstag nun (25.11.2010), hat Glogger als Reaktion auf Moritz Suters’ Zeitungskauf in Basel die gesamte BaZ-Redaktion durch den Dreck gezogen werden. Seine Tirade (in der er die Zeitungsmacher vom Rheinknie wahlweise als „Paket müder, satter Egomanen“, „Chaos-Truppe“ und „Bummelbande“bezeichnet, die „seit Jahren in Trägheit erstickten“) gipfelte in der Bemerkung, die BaZ-Redaktion“ erinnere an „ein Sanatorium für lasche Geister“. Wenngleich viele diesem jüngsten Journalisten-Bashing aus Gloggers Feder inhaltlich nicht nur widersprechen dürften, bleibt der Beigeschmack mehr als nur schal. Nichts Neues eben, bei Glogger.

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