9. März 2011 von Klartext

Ab April: Edito & KLARTEXT

Die Schweizer Medienlandschaft hat sich in den letzten Monaten und Jahren stark verändert und sie verändert sich weiter. Um diesen Wandel zu beschreiben und verständlich zu machen, sind fundiert recherchierte Hintergründe und Analysen wichtiger denn je. Seit 30 Jahren begleitet KLARTEXT die Entwicklungen in der Branche professionell und gibt als ältestes Medienmagazin der Schweiz den Journalistinnen und Journalisten eine starke Stimme. Angesichts des beträchtlich gestiegenen Angebots an Publikationen, die sich an Medienschaffende richten, setzt KLARTEXT auf eine Partnerschaft, um weiterhin bestehen zu können.

Ab der nächsten Nummer arbeitet KLARTEXT deshalb mit EDITO zusammen. Wie in vielen Partnerschaften, gab die Namensgebung gleich zu Beginn zu reden: Namen behalten oder einen neuen wählen? Doppelname in Betracht ziehen? Den eigenen voranstellen, hintenanstellen oder lieber mit Bindestrich kombinieren? Schliesslich gefiel beiden Seiten das schlichte «und» am besten. Das neue Medienmagazin der Schweiz heisst «EDITO + KLARTEXT».

Herausgegeben wird es gemeinsam von der Stiftung Klartext mit ihrer Stifterin Comedia – neu Syndicom – und von den beiden JournalistInnenverbänden Impressum und SSM. Alle drei Verbände unterstützen das neue Heft. Diese wegweisende Kooperation stellt sicher, dass Medienschaffende weiterhin ein Sprachrohr haben, das gehört wird. Denn aus der Zusammenarbeit entsteht das grösste Medienmagazin der Schweiz – und zwar über die Sprachgrenzen hinweg.

Der Zusammenschluss bringt nicht nur für die Leserinnen und Leser in der Deutschschweiz Vorteile: Bereits bisher gab es EDITO in Französisch. Bei KLARTEXT hat die kontinuierliche Berichterstattung über die Presselandschaft in der Westschweiz eine lange Tradition. Die Redaktion von EDITO + KLARTEXT macht nun ein Heft in zwei Sprachausgaben. Das bedeutet einen Gewinn für die Kolleginnen und Kollegen von Syndicom in der Romandie. Wir können ihnen neu ein eigenes französischsprachiges Medienmagazin anbieten. Deutsch- und französischsprachige Ausgabe erscheinen erstmals im April 2011.

Was Sie heute in den Händen halten, liebe Leserinnen und Leser, ist ein Dokument des Abschieds und des Neubeginns zugleich. Nach über dreissig Jahren ist das die letzte Nummer von KLARTEXT in der bisherigen Form. Was folgt, ist EDITO + KLARTEXT – eine Partnerschaft mit grossem Potenzial. Wir danken Ihnen für Ihre Treue und Ihr Vertrauen und wünschen Ihnen weiterhin eine anregende Lektüre.

Stiftungsrat KLARTEXT

  1. Ronnie Grob sagt:

    Hm, ich weiss nicht recht. KLARTEXT war eine klare Ansage für klare Worte, also kritischer Journalismus, der einsteht für kritischen Journalismus. Den Titel EDITO dagegen fand ich schon immer etwas verschwurbelt, ich habe noch nie verstanden, für was der Name EDITO steht. Und jetzt soll das Magazin EDITO + KLARTEXT heissen? Nun denn. Aber inhaltlich ist das doch ziemlich sinnfrei, oder? Es wird dabei nur klar, dass der Kompromiss zwischen den fusionierenden Parteien “total fair” war. Wie auch immer: viel Glück damit und einen guten Start!

Aktuelles Heft:

 

EDITO
Ausgabe: 5 | 2018

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  • Fragen im “Opferzeitalter”
  • Umweltskandale in Chile
  • Regionaler Online-Journalismus
  • Ist vor “No Billag” nach “No Billag”?
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