11. Juli 2007 von Klartext

Neues vom Kiosk

bbü./ “Kioske künftig mit nur noch 3500 statt 4000 Titeln” – das war im letzten Herbst in verschiedenen Medien-News-Diensten zu lesen. Peter Rutishauser, bei der Kiosk-AG-Inhaberin Valora für den Pressegrosshandel zuständig, habe diese Sortimentskürzung angekündigt. Ein halbes Jahr später dementiert Stefania Misteli, Vice President Corporate Communications Valora Management AG, gegenüber KLARTEXT diese Reduktion. Die Aussagen Rutishausers seien falsch verstanden worden. Es sei nichts Neues, dass Titel aus dem Kiosksortiment genommen und durch neue ersetzt würden – das geschehe jedes Jahr etwa mit 1000 bis 2000 Titeln. Die Gesamtzahl sei aber nicht reduziert worden: “In den letzten sechs Jahren wurde die Titelpalette erweitert auf heute rund 4500 Titel.”
Wer bestimmt bei diesem kontinuierlichen Wechsel eigentlich, welche Titel am Kiosk angeboten werden? “Ausschliesslich der Markt”, sagt Misteli, “es geht nur darum, ob der Titel verlangt wird oder nicht.” Dennoch scheint es andere Möglichkeiten zu geben: Bevor eine Publikation aus dem Sortiment genommen werde, informiere man den Verlag, “und es wird versucht, gemeinsam Lösungen zu finden. Beispielsweise, ob demnächst ein Relaunch vorgesehen ist, ob der Verleger in nächster Zeit Werbung, Promotionen plant”. Wie diese Lösungen allenfalls aussehen könnten, lässt sich aus einer weiteren Aussage Mistelis herauslesen: “Eine Publikation an unseren Kiosken aufzunehmen, kostet grundsätzlich nichts, wir behandeln alle Titel und Verlage gleich. Hingegen gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Sonderplatzierungen gegen Bezahlung zu verkaufen, so genannte Pressepromotionen. Interessierte Verlage erhalten von uns die entsprechende Information.”

11. Juli 2007 von Klartext

Auf Französisch

hs./ In der Westschweiz gibt es keine kontinuierliche Medienberichterstattung. Aus diesem Grund haben KLARTEXT und die linke Genfer Tageszeitung “Le Courrier” eine Zusammenarbeit beschlossen: In Zukunft sollen einige Texte pro KLARTEXT-Ausgabe ins Französische übertragen werden. Die Übersetzungen werden im “Le Courrier” abgedruckt und auf der “Courrier”-Homepage (www.lecourrier.ch) platziert. “Le Courrier” und KLARTEXT starten die Kooperation Ende April mit der französischsprachigen Publikation des KLARTEXT-Interviews mit Ingrid Deltenre und Gilles Marchand.

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