11. Juli 2007 von Hans Peter Gansner

Breaking-News-Service

Medien-Breaking-News-Service „The new and real freelance in the wind of change“, www.greenback.reality.com:

25 Jahre auf Freiersfüssen sind genug! – Freier Journalist, Dr. phil. I. (Diss: Die Pressefreiheit im Zeichen der neoliberalen Revolution, Bill-Gates-University, Chicago 2000), Spezialist in Medienjournalismus, gewohnt, trotz der harten Realitäten der neoliberalen Verlegerwelt zu überleben, recherchiert, kommentiert, plagiiert unbemerkt (jahrelange Erfahrung, ohne je erwischt worden zu sein: Belege stehen zur Verfügung!), kompiliert, übersetzt, schreibt auch selbständig Neues und Eigenes (aber nur, wenn ausdrücklich erwünscht!), illustriert, unter-, zwischen- und übertitelt, redigiert, korrigiert, layoutet und druckt Ihnen Ihre Zeitung, trägt sie nach dem ersten Hahnenschrei im Morgengrauen auf dem eigenen Fahrrad aus, ist punkt fünf vor sieben Uhr morgens wieder im Büro, braucht aber nicht unbedingt ein eigenes, kann auch in der Kantine schreiben, sofern eine zur Verfügung steht, ansonsten im Café nebenan, braucht fast keinen Schlaf, und diesen auch nur in den Ferien, von welchen er fast keiner bedarf, arbeitet auch im Papier-Recycling, sucht nun infolge galoppierender Abschaffung einer echten Medienkritik in der Presse ab sofort Arbeit als PR-Ghostwriter.

11. Juli 2007 von Klartext

Vom Nutzen einer Umfrage

hb./ „Was halten Sie von der Einführung einer Gratiszeitung?“, fragt die „Tribune de Genève“ ihre LeserInnen auf der Website www.tdg.ch. Trotz Sommerloch und sauren Gurken antworteten vom 13. Juli bis 7. August 1134 LeserInnen auf die Umfrage. 62 Prozent machten ihr Kreuzchen bei der Antwort „Ausgezeichnete Idee, das würde eine Abwechslung von der Lokalpresse bedeuten“. 18 Prozent äusserten leichte Zweifel: „Warum nicht, aber was würde dann aus den bezahlten Zeitungen werden?“ 13 Prozent fanden es eine „Schlechte Idee, weil die Zeitung voll Werbung sein wird“ (man beachte den Indikativ!). 5 Prozent sind offen kritisch: „Auf keinen Fall, die Informationsvielfalt würde leiden.“ Und 3 Prozent antworteten: „Ist mir egal, ich lese keine Zeitungen.“ Der Nutzen der Umfrage wird allerdings geschmälert durch die Tatsache, dass Mehrfachvoten möglich sind; auch kommt man beim Addieren der Prozentzahlen vom 7. August exakt auf 101 Prozent. Und noch eine Frage drängt sich auf: Auf welchen Satzteil antworteten die Abstimmenden wohl bei der ersten Frage? Auf die „Ausgezeichnete Idee“? Oder auf die „Abwechslung von der Lokalpresse“?

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Ausgabe: 5 | 2018

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