«No Billag»-Initiative – 18.12.2017

Regional-TV und -Radio: Existentiell bedroht

EDITO hat die Betreiber der 34 privaten Radio- und Fernsehsender, die Gebührengelder erhalten, gefragt, welchen Anteil ihrer Einnahmen die Gebühren ausmachen und was bei einer Annahme von «No Billag» geschehen würde. Die meisten Sender, insbesondere die regionalen TV, wären in ihrer Existenz bedroht.

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«Regionalfernsehen, wie wir es heute kennen, mit Schwerpunkt regionale Information, lässt sich nicht aus dem lokalen Werbemarkt finanzieren», sagt etwa TVO-Geschäftsführer André Moesch: «Die Vorstellung der Initianten, man könne einfach freiwillige Abonnements verkaufen, ist absurd – dafür müsste ich zuerst zusätzlich noch Verkäufer einstellen.»

Beim Emmentaler Radio Neo1 wäre, so Geschäftsleiter Jüre Lehmann, der Betrieb ohne Gebühren nicht aufrechtzuerhalten: «Unsere Leidenschaft, das Konzessionsgebiet in allen Facetten abzubilden und hörbar zu machen, könnte nicht mehr umgesetzt werden. Die Folge wäre ein Hörerschwund und damit ein Rückgang der Werbeeinnahmen.»

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