Aktuell – 05.02.2016

Stellenabbau im Berner Oberland und in Graubünden

Je rund fünf Stellen werden bei "Thuner Tagblatt”/”Berner Oberländer” und bei "Südostschweiz”/”Bündner Tagblatt” abgebaut.

Bbü. Bei der "Südostschweiz" und beim "Bündner Tagblatt" werden Stellen abgebaut, und zwar in erster Linie bei der "Südostschweiz". Von "knapp 500 Stellenprozent" sprach Somedia-CEO Andrea Masüger in einem Interview mit dem Regionaljournal. Dies, nachdem das Bündner Onlineportal grheute  zuerst gemeldet hatte, es würden mindestens 10 bis 15 Stellen abgebaut.

EDITO hat bei Andrea Masüger nachgefragt, um zu erfahren, wie viele Personen der Abbau dieser rund 5 Stellen betrifft und wie er sich auf die beiden Somedia-Zeitungen verteilt. Masügers Antwort: "Wir möchten zu den von uns genannten Zahlen und Fakten keine weiteren Informationen bekanntgeben.”

Dem Vernehmen nach hängt der Stellenabbau damit zusammen, dass das 2015 erneuerte Design der "Südostschweiz" zu vermehrten Abo-Abbestellungen geführt hatte. Syndicom und impressum bemängeln, dass das Personal nicht umfassend informiert worden ist und weder vorab konsultiert noch einbezogen wurde, fordern, dass der Abbau so weit wie möglich via natürliche Abgänge oder freiwillige Pensenreduktionen geschieht und wollen in direktem Kontakt mit Andrea Masüger eine möglichst faire Lösung erreichen.

Ebenfalls Stellen abgebaut werden beim "Berner Oberländer" und dem "Thuner Tagblatt", die als Berner Oberland Medien AG zu Tamedia gehören. Nachdem bereits seit Anfang Jahr nur noch ein Chefredaktor, Stefan Geissbühler, für die beiden Zeitungen zuständig ist, sollen nun die beiden Redaktionen zusammengelegt werden und künftig die zwei Zeitungen mit eigentlich identischem Inhalt erscheinen. Das führt zum Abbau von 450 Stellenprozent; ein Teil davon soll durch Frühpensionierungen und Pensenreduktionen geschehen. Zudem wird es einen Sozialplan geben. Impressum bedauert diese Abbaumassnahme wie auch die Einschränkung der Medienvielfalt im Berner Oberland und fordert auch hier, dass der Abbau so weitgehend wie möglich über natürliche Abgänge oder freiwillige Pensenreduktionen vollzogen wird.

 

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Bettina Büsser

Redaktorin EDITO

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