Philipp Cueni

Aktuell – 28.06.2017, 18:31

Grosses Dankeschön an Philipp Cueni

Philipp Cueni hat EDITO aufgebaut, profiliert und geprägt. Per 1. Juli übergibt er die Chefredaktion der deutschsprachigen Ausgabe an Nina Fargahi.

Von Ivo Bachmann

Es war an einem Schweizer Verlegerkongress, wie das heutige Swiss Media Forum damals noch hübsch altmodisch hiess. In einer Tagungspause kamen zwei der schon etwas gedienteren Herren miteinander ins Gespräch. Philipp Cueni (Bild) der eine, ich der andere. Beide je ein Weinglas in der linken, ein Brötchen in der rechten Hand – und alles, wie an solchen Apéros üblich, etwas ungelenk durchs grosse Gedränge balancierend. Kurzer, höflicher Smalltalk im Kreis der Wichtigen und gerne Wichtigen. Dann sagt Cueni: «Ich habe da so eine Idee», und es folgt ein Biss ins Salamibrötchen, «die ich gerne mal mit dir besprechen möchte.» Das war die Geburtsstunde von EDITO. Vor bald zehn Jahren. Etwas Wein, keine wilden Wehen.

Philipp Cueni war die treibende Kraft hinter dem Vorhaben. Er trug damals, als Fachsekretär Medien beim Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM), die redaktionelle Verantwortung für das Fachmagazin «Gazette» – ein
Heft mit fundierten Texten und edlen Schwarz-Weiss-Fotografien für die Mitarbeitenden des schweizerischen Farbfernsehens und Hörfunks. Daneben gab es den kritischen und traditionsreichen «Klartext», der den Leuten um die Gewerkschaft ­syndicom nahestand, sowie das (zweisprachige) Organ «journalisten.ch» des grössten Berufsverbandes, impressum.

Cuenis Idee: Ein neues, von den Berufsverbänden gemeinsam herausgegebenes Heft sollte entstehen – ein unabhängig-kritisches Medienmagazin, das nahezu alle Schweizer Medienschaffenden erreicht. Es sollte in zwei Schritten realisiert werden: 2009 durch die gemeinsame Lancierung von EDITO durch impressum und SSM sowie 2011 über die Fusion mit «Klartext» und den Beitritt von syndicom zur gemeinsamen Herausgeberschaft.

Eine ebenso wichtige wie verlässliche Konstante blieb über all die Jahre Philipp Cueni. Er setzte sich mit sehr grossem Engagement für das gute Gedeihen von EDITO ein. Als Chefredaktor prägte und profilierte er das Magazin entscheidend. Über sein weites Netzwerk und seine vielfältigen nebenamtlichen Tätigkeiten wie im Presserat, im Verein Qualität im Journalismus oder am Medienausbildungszentrum MAZ trug er zur guten Verankerung unseres Medienmagazins bei.

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Per 1. Juli 2017 übergibt nun Philipp Cueni (65) seine Funktion als Chefredaktor der deutschsprachigen Ausgabe von EDITO Nina Fargahi (32). Ein besonderes Glück dabei: Philipp Cueni wird uns als Autor und Wegbegleiter erhalten bleiben.

Also: Auf Wiederlesen. Und auf ein nächstes Mal in einer Tagungspause. Vor allem jedoch: Grosses Dankeschön, Philipp Cueni!